magie und mystik
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wie, wellness?

wie nennt man eine wellness-zeitung?
wir haben so viele ideen , es ist uferlos, aber wann immer wir einen namen finden, der uns beiden gefallen würde, heißt entweder irgendeine publikation schon so, oder zumindest irgendein seminarhaus, und da könnts dann ärger geben.
der titel sollte möglichst auf die inhalte verweisen die da sind: wellness, gesundheit und alternative lebensart. und er soll nicht zu esoterisch klingen, wir sind ja schließlich in oberbayern.
"body and soul", "body and spirit" oder so, das gibt’s alles schon, "ars vivendi" auch schon, "aura" auch, und wir wollen die geschätzte bayerische leserschaft ja auch nicht mit anglizismen oder andrem ausländischen zeugs verschrecken. also vielleicht: lichtblick, lichtquelle, chiemgau-quelle, chiemsee-welle, wellness-woge? wellness-wegweiser oder wohlfühl-bote oder gleich „der wohl-fühler“? oder „energie-reich“, oder „lebens-garten“? oder einfach irgendwie: „sapprallot!“ oder „da schau her!“?
ja so richtig prickelt bis jetz nichts...
dabei steht der inhalt, wir wissen schon ziemlich genau welche texte in die erste ausgabe kommen. aber ohne namen kann man nicht auf akquise gehen und ohne akquise keine anzeigen, ohne anzeigen kein geld und ohne geld keine zeitung, klar oder?
es is schon ein kreuz mit der kreativität. vorschläge nimmt dankbar entgegen: jasowas@gmx.de.
23.8.05 22:51




kali, hüterin zum eingang meiner göttinen-kammer
19.8.05 23:37


wellness

ein freund von mir möchte eine neue zeitung rausgeben, die dann so landkreisweit per postwurf verteilt wird, und ich hab zugesagt die texte zu machen. die richtung ist: wellness, gesundheit und ganzheitliche lebensart.
wellness is mir ja bisher am dingens vorbei gegangen, für mich ist das so n modewort, das nichts sagt (aber gut verkauft). aber wie das so ist: wenn etwas alles heißen kann, kann man ja auch was sinnvolles drin verpacken. hab mich jetz mal näher mit wellness befasst und bin draufgekommen:
echte wellness muss viel mehr bedeuten als nur das konsumieren von produkten und dienstleistungen. man könnte auch drunter verstehen: die kunst, sich selbst ernst zu nehmen, auf die eigenen bedürfnisse, wünsche und träume zu achten, und sein leben in allen bereichen lebenswert zu gestalten. ganzheitlich - darunter versteh ich dass körper, emotionen, seele und geist zu ihrem recht kommen und sozusagen die jeweils beste nahrung erhalten. das wäre zb. für den körper: gesunde lebens-mittel, pflege und bewegung; für den geist anspruchsvolle literatur, inhaltsvolle gespräche; für die emotionen:gefühle achten und in ihrer vielfalt leben statt unterdrücken; für die seele: sich verbinden, beten meditieren oder andere sprituelle "disziplinen". und über mich selbst hinaus muss man auch mit der natur, und all ihren wesen, und mit den menschen rundrum in ein-klang kommen, weil ja alles mit mir selbst wechselwirkt.
ja, so verstanden ist wellness natürlich ein weites feld, und so kann ich mir auch vorstellen interessante themen zu behandeln. weil irgendso seichter wellnepp is mit mir nich.
19.8.05 23:35


frère roger

es tut mir leid, dass frère roger ein so unfriedliches ende gefunden hat. überhaupt tut es mir leid, dass er tot ist, ich wollte immer noch mal nach taizé solange er auch noch dort ist. ich habe ihn einmal erlebt, vor fünf jahren an sylvester, beim welt-jugendtreffen in milano. ich habe mich von ihm segnen lassen und das war ein gutes gefühl; er hat wärme, güte und weisheit ausgestrahlt. er gehört zu jenen wenigen die mich in gewisser weise versöhnen mit den christlichen brüdern.
hab grade in texten von ihm gelesen. klar, frere roger spricht immer von christus, aber wenn man christus als synomyn setzt kann ich schon viel anfangen mit seinen gedanken.
zum beispiel: „gott will uns als mitschöpfer. er willigte in ein unermessliches risiko ein. nicht passiv unterworfen wollte er den menschen, sondern frei, persönlich über den sinn seines lebens zu entscheiden, frei, zu verzeihen oder aber die vergebung abzulehnen, frei, schöpferisch zu sein oder nicht.“
seine worte sind oft berührend, und trotzdem fragt er sich: „gelingt es mir deutlich genug zu sagen, dass gott nichts als liebe ist, niemals bestraft, kein leiden will, vielmehr ausnahmslos jeden menschen liebt?“ das könnten sich doch manch andere brüder, die seit jeher mit angstmache und veredelung des leidens arbeiten, hinter die mützen schreiben.

merkwürdig eigentlich: es sind scheints oft ausgerechnet männer, die für den frieden und gewaltlosigkeit eintreten, die von psychisch kranken attentätern ermordet werden. john lennon, peter tosh, mahatma gandhi....
vielleicht weil die attentäter ahnen, dass ihnen von deren seelen am ehesten verziehen wird? in frère rogers texten jedenfalls ist „verzeihen“ das wohl häufigste wort: „verzeihen, immer wieder verzeihen, darin liegt die äußerste form der liebe. verzeihen, auch wenn man nur auf ablehnende kälte trifft. nicht einmal wissen wollen, was der andere mit dem verzeihen anstellt! wärst du von verzeihender liebe gebrannt: dein hart mitgenommenes herz lebte wieder auf.“
immerhin war das ja auch das letzte gebet jesu: „vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“.
18.8.05 01:17


göttinnen-wege zum nach-gehen

was ich immer mit meiner göttin hab, werd ich manchmal gefragt. es ist so vieles was ich mit ihr hab ! aber wenn ich drüber nachdenken soll... am wichtigsten ist mir wohl, dass sie mir so viele möglichkeiten vorlebt, mein leben zu gestalten. wenn ich nur schaue in der mythologie, was für eine große vielfalt von lebensentwürfen die göttinnen uns präsentieren... sie zeigen eindrücklich, dass es noch so viele mehr optionen gibt für eine frau, als nur treusorgende gattin oder liebende mutter zu sein (wobei das natürlich nichts schlechtes ist, aber wenn man´s nun mal nicht ist?)
maria – klar, ich mag sie, so wie ich sie kennengelernt habe nach einigem forschen. aber so wie die Kirche sie uns darstellt : jungfrau und gleichzeitig mutter zu sein, und sonst nicht viel... eigentlich ziemlich gemein von der kirche, den frauen eine identifikationsfigur zu geben, mit der sich niemand identifizieren kann, will er bei verstand bleiben.
die göttinnen hingegen, allein schon die griechischen und römischen, was für ein buntes feld von möglichkeiten sie uns eröffnen: gut, da gibt es auch welche, die sich in erster linie über ihr mutter-sein definieren, demeter-ceres vielleicht, die für mich aber immer auch geistige mutter war. oder hera-juno, deren stärke beziehungsfähigkeit ist, die der familie das „sichere Nest“ bietet (die arme wurde wohl mit am meisten diskriminiert und im lauf der jahrhunderte zur furie degradiert). ich denk aber auch gern an artemis-diana, die wilde, unbezähmbare, die ihre ziele genau kennt und keine unterstützung braucht, sie zu erreichen. an athene-minerva, die selbstbestimmte, unabhängige, androgyne, die einerseits menschenfreundliche ratgeberin ist, andrerseits geschickte strategin, die aber auch in großen kämpfen nie unnötig grausam ist. an aphrodite, die sich allein der Liebe verpflichtet, die nur für den moment lebt und die hingabe daran. an persephone, die träumerin, vermeintlich naives Mädchen, das doch um die schattenwelt weiß. an hestia, die tiefgründige, verinnerlichte, die still und wissend das feuer hütet. und an hekate, „schwester“ der kali, die die schwellen und kreuzungen im leben regiert und um die geheimnisse des todes (und somit des lebens) weiss.... und so viele mehr
welchen weg eine frau auch gehen will, sie wird immer eine göttin finden, die ihr an jedem punkt ihrer strecke vor-bild und weg-weiserin sein kann. die göttinnen fordern uns geradezu auf, mutig zu sein und absolut individualistisch unser leben zu leben. und dafür bin ich ihnen echt sehr dankbar, weil dazu fordert mich sonst eigentlich niemand auf.
15.8.05 23:37



göttin aus afrika in ischl gelandet
15.8.05 01:39


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